Wenn man viel in dieser Welt unterwegs ist, bleibt leider oft nicht viel Zeit für unser schönes Hobby.
Um so schöner ist es wenn man sich auch im Ausland mal ein Wochenende mit seinem Hobby beschäftigen kann.
So geschehen im September 2008.
Mein Weg führt mich nach China, die Olympiade war gerade vorbei und die Paralympics wurden eröffnet. Auf meinem Hinflug waren einige Dänische Sportler an Board, und es war richtig Stimmung im Flieger. Bemerkenswert wie diese Menschen mit ihren Behinderungen umgehen, das muss hier einfach erwähnt werden !
Leider hatte ich keine Aufenthaltsmöglichkeit in Peking. Jedoch der neue Flughafen dort ist schon ein echter Hammer geworden.
Man hat schon im Anflug erkannt das Peking richtig herausgeputzt wurde, und der Himmel war in ungewohntem Blau zu sehen. Leider wird dieser Zustand nicht zum Anlass genommen sich mal längerfristige Gedanken über unsere Welt zu machen.
Meine Reise ging nonstop weiter in den Norden des Landes wo ich nach gut 26 Stunden Reisezeit ankam. Dann erst mal Abendessen. Leider haben mein chinesischer Begleiter und ich etwas Schlechtes erwischt. Dies machte sich in starken Magenkrämpfen bemerkbar. Jedoch mit etwas Medizin konnten wir unsere Arbeit aufnehmen.
3 Tage später ging es dann Weiter in den Süden des Landes, wo ich meinem erklärten Ziel unserem Hobby zu frönen näher kam.
Angekommen in der Stadt Shenzhen und 2 weiteren Arbeitstagen, konnte ich mich Sonntags also auf den Weg machen. Nur wie soll man so einen Markt als Langnase finden.
Erklärungsversuche an meinen Chinesischen Begleiter waren vergeblich, da er außer Fisch nicht wirklich was verstand. Nein Mr. Zhang kein Seafood !!!
Um dieses Problem der Ortsfindung zu lösen hatte ich also schon im laufe der Woche kontakt mit einem bekannten chin. Hersteller von Aquarienequipment aufgenommen. Dort konnte ich mit einer kurzen E-Mail erreichen das man meinem Begleiter per Telefon erklärte was ich will.
JAAAA Das ist kein Essen Mr. Zhang.
Sonntag nach dem Frühstück also ab ins Taxi und ab zum Markt.
Wer noch nicht in Asien war versteht unter Markt einen Marktstand auf der Strasse oder ein großes Einkaufszentrum. Mit Markt versteht man aber hier eine Ansammlung von gleichartigen Geschäften. Das muss man sich etwa so vorstellen das der Schuhmarkt einen ganzen Straßenzug mit Schuhgeschäften bezeichnet. Das hat durchaus Vorteile, weil man so mit der Angebeteten einfach ganze Straßenzüge meiden kann
So bezeichnete sich der Markt welchen ich besuchte also „Bird,Flower and Fishmarket“
Dort angekommen machte ich mich also erst mal daran die richtigen Geschäfte zu finden. Es dauerte nicht sehr lange und ich fand die Shops meiner Begierde.
Es fanden sich Shops welche sich auf Meerwassertechnik spezialisiert haben. Immer nach dem ersten Schock der Ladenbesitzer wenn eine Langnase in den Laden kommt, durfte ich mir alles genau ansehen. Mein Begleiter unterhielt sich immer rege mit den Besitzern, und versuchte zu verstehen was man mit dem ganzen Zeug macht.
Natürlich fand sich sehr vieles an Pumpen und anderen Geräten, welche starke Ähnlichkeit zu hier bekannten Markengeräten haben. Gleich vorweg, ich habe durchaus sehr gut verarbeitete Abschäumer u.ä. in der Hand gehabt. Und bei aller Begeisterung über die Preise fällt es wirklich schwer nicht einen Großeinkauf zu starten.
Die Vernunft siegte jedoch, denn es bleibt immer zu bedenken dass sich z.B. die Stecker an den Geräten unterscheiden. Gerade mit Salzwasser und Strom ist eben Vorsicht geboten.
Um noch mal auf die Preise einzugehen, man fasst sich nur noch an den Kopf….
Ohne jetzt Detaillierte Preise zu nennen, so lässt sich Pauschal sagen ein 500L Aquarium mit Technik und Besatz wird in China kaum mehr als 500-700€ kosten.
Natürlich macht sich hier im Süden des Landes eben auch die Meeresnähe in den Preisen bemerkbar.
Ein Beispiel will ich aber erwähnen….
Als ich eine Hälterungsanlage für Lebendgestein sah, erkundigte ich mich nach dem Preis. Man sagte mir dann vorsichtig echtes Lebendgestein wäre sehr teuer, wäre sehr schwer zu transportieren usw. und man müsse nur sehr wenig davon haben. Beim erneuten fragen wurde mir dann endlich der unverschämte Wert von 40 Cent genannt, welcher aber als „special offer“ gleich auf rund 35 Cent korrigiert wurde. Nun mir war das zu teuer und ich verließ das Geschäft mit einem Danke für die Auskunft.
Es folgten noch Besuche in weiteren Technik und Fischgeschäften. Das Gesicht meines Begleiters wurde gerade in den Fischgeschäften immer von etwas Enttäuschung erfüllt.
Das lag wohl daran, dass ihm immer wieder gesagt wurde dass es sich nicht um Essen handelt.
Nun ich hätte mich noch Stunden dort aufhalten können, aber der Hunger meines Begleiters wurde einfach zu groß. So beschlossen wir nach einem kurzen Einkauf dann zurück zum Hotel zu fahren. Ganz ohne etwas mitzunehmen wollte ich eben dort auch nicht weg
So ging ein Vormittag in Sachen „Meerwasser in China“ mit einem kleinen Einkauf zu ende.
Walter
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