Heute möchte ich mal von unseren Babyloniaschnecken berichten. Diese wunderschönen Schnecken, die leider immer im Verborgenen leben, haben ein sehr interessantes Verhalten, jedenfalls in unserem Aquarium. Davon später mehr.
Zunächst einmal gibt es ein paar allgemeine Infos zur Schnecke selbst.
Verbreitung tropischer Indo-Westpazifik: Sri Lanka, Golf von Thailand, Vietnam, China, Taiwan,
Die Meeresschnecke lebt in 10-20 m Tiefe auf Weich- und Sandböden. Sie kann eine Größe von bis zu 10 cm erreichen, wobei sie wohl eher 5-6 cm zutreffen.
Ihr Gehäuse ist dickwandig und rundlich mit einem braunem Muster. Der Körper selbst ist orangefarbenen. Auffällig ist der lange Rüssel, der immer aus dem Boden heraus schaut.
Die Babylonia areolata sind fleischfressende Schnecken. Sie werden als gefräßiger Räuber beschrieben, allerdings ernähren sie sich wohl hauptsächlich von Aas und Borstenwürmern. Im Aquarium lebend, finden sie Frostfutter wohl auch schmackhaft :wink: jedenfalls brodelt der Sand, wenn die allabendliche Fütterung ansteht.
In unserem Wohnzimmer Riff haben wir seit längerer Zeit 3 dieser Schnecken. Vorsicht ist geboten, wenn im Aquarium Einsiedler leben. Die sind ganz wild auf die schönen Häuser. Man sollte also genügend leere Gehäuse im Aquarium als Alternativen anbieten. Unsere Einsiedler haben jedenfalls das Interesse an den Schnecken verloren.
So, jetzt gibt es erst einmal ein kleines Video
Anfangs kamen die Babylonias zu jeder Fütterung aus dem Sand geschossen und haben gierig Jagd auf Mysis und Krill gemacht. Dann auf einmal haben wir sie tagelang überhaupt nicht mehr gesehen. Ich hatte den Glauben schon aufgegeben, das sie noch leben. Und dann plötzlich tauchten sie eines Abend wieder auf, alle 3 gleichzeitig, als ob nichts gewesen wäre…..
So ist es bis jetzt geblieben, entweder ist keine zu sehen, oder alle gleichzeitig. Als ob sie sich im Untergrund untereinander verabreden. Mich würde mal interessieren, ob Ihr dieses Phänomen auch schon beobachtet habt?
Es gibt noch eine Eigenart, manchmal kriechen sie an den Scheiben hoch, um dann von oben wieder runterzufallen. Dieses Spiel wiederholen sie mehrere Male hintereinander. Es ist auch schon passiert, das eine der Schnecken aus dem Becken fiel… ich fand sie erst am nächsten Tag wieder, eingetrocknet, halb aus dem Haus hängend, aber sie zuckte noch bei Berührung. Ich legte sie erst einmal ins Ablegerbecken, da konnte ich sie besser beobachten, und siehe da, nach einer Stunde war sie wieder topfit. Erstaunlich!
Es sind schöne interessante Tiere, die hervorragende Bodenpflege betreiben, allerdings sollte das Aquarium schon länger laufen, und es sollte mindestens ein 200L Becken sein.
Petra
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Linus
Interessanter Beitrag. Kann nicht schaden, sich mit der Thematik genauer zu befassen. Werde bestimmt die weiteren Artikel im Auge behalten.
Petra
Vielleicht berichtet hier ja noch jemand über seine Beobachtungen, mich würde das schon brennend interessieren