26.08.04/154.Tag
Vor ein paar Tagen entdeckte ich ein neuen Bewohner. Es ist eine ca. 1,5 cm kleine rot – weiße Krabbe. Sie lebt in den Höhlen des Lebendgesteins und ist nachtaktiv. Auf dem Rücken hat sie 6 schneeweiße Punkte. Die Beine haben weiße Streifen. Die Scheren sind oberhalb weiß und gnubbelig, die Unterseiten sind rot. Leider ist es kaum möglich, ein Foto zu machen, da sie immer nur zu Vorschein kommt, wenn die Beleuchtung aus geht. Falls irgend jemand eine Idee hat, was das für eine Krabbe ist, wäre ich für eine Email dankbar.
29.08.04/157.Tag
Leider ist das Nitrat immer noch hoch. (50mg/ L) Ich mache jetzt zusätzlich einen kleinen Wasserwechsel von 5L in der Woche. Zur Zeit machen die Bewohner auch nicht unbedingt einen gesunden Eindruck. Die grüne Röhrenkoralle öffnet sich nur noch an vereinzelten Stellen. Die genoppten Scheibenanemonen (Discosoma sp.) sind geschrumpft, während die anderen Scheibenanemonen (Actinodiscus sp) weiterhin gut aussehen. Die Troglederkoralle (Sarcophyton trocheliophorum) hängt schlaff herunter. Ein Bild des Jammers.
5.09.04/164.Tag
In unserem Forum habe ich noch einen Tip bekommen, warum es einigen meiner Bewohner nicht so gut geht. Es könnte sein, das die Salzdichte höher ist, als der Wert, den ich auf der Spindel ablese. Durch die dichtere Salzkonzentration können die Korallen nur noch erschwert Wasser durch ihre Häute aufnehmen, um sich aufzupumpen. Dies ist Schwerstarbeit für sie, also nehmen sie weniger Wasser auf.
Das Ergebnis, sie sind kleiner und können nicht mehr soviel Licht aufnehmen, um sich genügend zu ernähren. Es könnte also durchaus sein, das meine Bewohner buchstäblich verhungern! “Danke Susanne für Deinen Tip”. Eine genauere Methode ist das Messen mit einem Refraktometer. Ich werde morgen eine Wasserprobe zum Händler mitnehmen. Auf das Ergebnis bin ich mal gespannt.
6.09.04/165.Tag
Beim Händler stellte sich heraus, das die Dichte 1026 g /L beträgt, also zu hoch. Ich werde jetzt langsam anfangen, die Dichte zu senken. Jeden Tag tausche ich 1-2 Liter Salzwasser gegen Osmosewasser aus, bis der Wert wieder bei 1023 g/L liegt. Zur Kontrolle habe ich mir ein Präzisions – Aräometer gekauft.
8.09.04/167.Tag
Ich habe heute die Wasserwerte kontrolliert, nachdem nun die Dichte auf 1023g/ L laut neuem Aräometer gesenkt wurde. Sie sind, bis auf das etwas niedrige Kalzium und das immer noch erhöhte Nitrat, alle in Ordnung. Die Bewohner haben die Prozedur auch gut überstanden, und ich habe das Gefühl, sie wirken wieder fülliger. Nur die Troglederkoralle hat sich noch nicht wieder aufgerappelt.
14.09.04/173.Tag
Heute fand ich die rot – weiße Krabbe tot auf dem Bodengrund. Ich konnte keinerlei Verletzungen entdecken. Schade, sie war so ein hübsches Tierchen. Habe erst später erfahren, das sich die Krabben auch regelmäßig häuten! Es war also nur eine leere Hülle.
25.09.04/184.Tag
Anfang des Monats ist eine neue Steinkoralle eingezogen. Es ist eine Hammerkoralle (eine Euphyllia – Art) Sobald ich Näheres weiß, werde ich darüber berichten.
Knalli hat gerade mal wieder eine sehr aktive Phase, es übt sich im “Berge bauen”. Die zwei Wurdemannis sind ordentlich gewachsen. Sie sind auch nicht mehr so scheu, und zeigen sich schon öfter mal auf dem Riff außerhalb der Höhlen. Glasrosen kann ich keine mehr entdecken. Sie scheinen alle gefressen zu haben
20.10.04/209.Tag
Die Steinkoralle ist eine Euphyllia paraancora. Ein wunderschönes Tierchen. Leider hat einer der Einsiedler die Koralle umgeworfen, sodaß der Seitentrieb verletzt wurde. Innerhalb von 2 Tagen ist dieser dann abgestorben. Aber der andere wächst um so mehr. Ich habe die Beobachtung gemacht, das sie sehr gerne lebende Artemia frißt.
Auf Dauer gesehen wird sie aber ins große Riff umziehen müssen, da sie zu groß werden wird, und wohl auch zielmlich stark nesselt. Im Augenblick verhält sie sich aber noch brav.
Ansonsten gibt es nicht viel Neues zu berichten. Ich kämpfe immer noch mit dem erhöhten Nitratwerten. Der wöchentliche Wasserwechsel wird regelmäßig gemacht. Ich versuche auch weniger zu füttern, obwohl mir dieses schwer fällt. Wenn man schon mal in die hungrigen Augen einer Weißbandputzergarnele geschaut hat……..wer kann da schon widerstehen??
Knalli wird auch immer zutraulicher. Zur Fütterungszeit kommt er aus seiner Höhle, um sich ein Leckerlie zu stibitzen. Grundel Klara hat er immer mit im Schlepptau. Manchmal trägt er sie auf seinen Schaufelarmen durch Becken.
Die Borstenwürmer sind fast komplett verschwunden, ich sehe immer nur noch einen, der sich zur Fütterungszeit blicken läßt.
Ich gebe immer noch die Spuris täglich ins Becken. Kalzium und Magnesium sind somit immer im grünen Bereich. Ich habe sie mal einige Tage nicht regelmäßig dosiert, da sank gleich der Kalziumwert ab.
Dank der beiden Wurdemannies sind keine Glasrosen mehr zu sehen. So klein die Beiden noch sind, haben sie schon ganze Arbeit geleistet. Mittlerweile haben sie ihre Farbe, ein helles Orange, zu einem dunkleren Rot geändert, und ich sehe sie auch nun schon öfter mit ihren typischen Schaukelbewegungen auf dem Riff.
7.11.04/226.Tag
Mittlerweile sind die Weißbandputzergarnele und die Euphyllia paraancora ins große Miniriff umgezogen. Die anderen Bewohner haben das Wasserproblem halbwegs gut überstanden. Einige Röhrenkorallen sind verschwunden und im Augenblick scheint ein Wachstumsstillstand eingetreten zu sein. Nur Knalli baut fleißig weiter an seinem Wohnprojekt. Grundel Klara nimmt es gelassen hin.
25.12.04/274.Tag
In der kleinen Welt des Miniriff läuft alles so seinen Gang. Die Wasserwerte sind stabil, ich mache wöchentlich einen Wasserwechsel von 6L. Die Spurenelemente von Nightsun habe ich erstmal nicht weiter gegeben. Täglich gebe ich einen Tropfen Jodmix ins Becken… mehr nicht. Die Scheibenanemonen wachsen prächtig, den anderen Bewohnern geht es ebenfalls sehr gut.
Knalli und Klara wünschen allen Besuchern dieser Homepage einen guten Rutsch ins neue Jahr!
27.03.05/ 365.Tag
Heute wird das Miniriff 1 Jahr alt.
Es hat sich gezeigt, das auch kleine Becken gut laufen können, vorausgesetzt man achtet auf den Besatz. Es gehört schon sehr viel Disziplin dazu, nicht alles, was man beim Meerwasserhändler sieht, mit zu nehmen.
Heute bin ich um einige Erfahrungen reicher, und ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesem Tagebuch das “Abenteuer Miniriff” etwas näher bringen.
Ich habe in diesem Jahr viel Neues gelernt, hauptsächlich durch das Lesen in mehreren Foren, einigen Fachbüchern und natürlich dann durch die Praxis. Bis jetzt bin ich von größeren Katastrophen verschont geblieben, hoffentlich bleibt das auch so. Aber ein Jahr Meeresaquaristik ist eigentlich gar nichts, da gibt es noch jede Menge zu lernen.
15.10.05
Heute haben wir unser kleines Miniriff verkauft. Es wurde mir doch etwas weh ums Herz, als wir es gemeinsam mit den neuen Besitzern abbauten. Am nächsten Tag bekamen wir ein Foto und hörten, das Knalli und Grundel den Umzug gut überstanden haben.











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